EGO Praxis für Physiotherapie und Massage

Praxis für Physiotherapie und Massage

GF: Frau Natalia Romanova
Alle Kassen und Privat


www.physiotherapie-ego.de
info@physiotherapie-ego.de

EGO Adresse

Ihr Weg zu EGO

Höninger Weg 294 - 296 (Anmeldung 296), 
50969 Köln (Zollstock)

Tel: +49 (0)221 298-15-004 | +49 (0)221 298-20-187 | +49 (0)221 298-20-188 +49 (0)221 298-20-189
Fax: +49 (0)221 298 246 72

EGO Adresse

EGO Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 08:30 - 20:30 Uhr
Samstag: 09:00 - 15:00 Uhr

Wir sprechen Ihre Sprache: Deutsch, Englisch, Russisch,
Weißrussisch, Italienisch, Vietnamesisch, Ukrainisch

ab 8,00 €

Flossband

Schmerzfrei durch Abschnüren

Flossing ist eine neuartige Methode in der Physiotherapie, die Schmerzen lindern und die Bewegungsfähigkeit wiederherstellen soll. Mit einem "Gummi-Wickel", dem sogenannten Floss-Band, werden betroffene Muskeln oder Gelenke abgeschnürt. Doch warum sollte das gesund sein?

Beim Flossing werden Körperstellen, die Beschwerden verursachen, abgeschnürt.
Flossing (auch Medical Flossing genannt) ist eine neuartige manuelle Therapie. Gummibänder (Floss-Bänder) werden fest um betroffene Stellen gewickelt – sie schnüren das Gewebe regelrecht ab.

Zusätzlich führen die Patienten Übungen aus – sei es aktiv oder passiv durch den Therapeuten. Dadurch sollen verhärtete Strukturen in Muskeln, Gelenken oder Faszien "zerreißen", die natürliche Beweglichkeit wird wiederhergestellt.

Beim so genannten Flossing mit dem Flossband handelt es sich um eine kompressionsbasierte Intervallmethode, die zum Ziel hat Gelenke zu mobilisieren und so den vollen Bewegungsumfang wiederherzustellen.

Im Leistungssport verspricht man sich dadurch einen schnelleren Wiedereinstieg ins Training, eine Muskelregeneration und -aktivierung, eine verbesserte Gelenkmechanik und einen positiven Effekt bei faszialen Verklebungen. Die Gewebekompression durch das Flossband und das anschließende Bewegen des „umflossten“ Gelenkes sollen für einen Rückgang von Schwellungen und Ergüssen sorgen (z.B. bei Stauchungen, Prellungen) sowie den Bewegungsradius vergrößern. So wird Flossing seit einiger Zeit auch in der Physiotherapie eingesetzt bei Patienten mit postoperativ und -traumatisch bedingten Schwellungen und Bewegungseinschränkungen.

Mittlerweile konnten schon viele positive Erfahrungen bei der Behandlung von Sportverletzungen, bei Schwellungen und Bewegungseinschränkungen gesammelt werden.*

* Die Wirkung des Flossings beruht bisher auf einer Vielzahl solcher Erfahrungsberichte und ist leider nach den Kriterien der Evidenz-basierten Medizin (EbM) noch nicht hinreichend belegt. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch.

Flossing: Positive Wirkung auf Gelenke, Muskulatur und Faszien

Flossing werden folgende Effekte zugeschrieben:

  • Schmerzlinderung
  • Leistungssteigerung
  • Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken
  • gesteigerter Kraftfluss in der Muskulatur
  • gesteigerte/wiederhergestellte Elastizität der Faszien

Erfunden wurde das Flossing von dem US-amerikanischen Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten Kelly Starrett. Das daraus entwickelte Medical Flossing basiert auf drei Wirkmechanismen:

Schwammeffekt:

Das Verschnüren von Muskeln oder Gelenken mit dem Floss-Band sorgt für einen starken Druck. Die Blutzufuhr wird unterbunden, Flüssigkeit im Gewebe (zum Beispiel die Lymphe oder Stoffwechselendprodukte) ausgepresst. Wenn das Floss-Band nach der Behandlung wieder gelöst wird, strömt frische, nährstoffreiche Flüssigkeit ein. Die angefallenen Schadstoffe werden abtransportiert. Dieser Prozess regt Wachstum und Erneuerung der Zellen an.

Subkutane Irritation:

Unsere Schmerzwahrnehmung lässt sich durch bestimmte Stimulationen beeinflussen. Das zeigt auch ein vertrauter Reflex: Wenn wir uns stoßen, reiben wir über die betroffene Stelle. Diese unbewusste Reaktion hat durchaus Sinn: Schmerz wird durch einen neuen Reiz abgeschwächt oder überlagert.

Kinetic Resolve:

Kinetic Resolve bezeichnet das Lösen von Verklebungen (Adhäsionen), um Unterhautgewebeschichten, Faszien, Muskeln und Sehnen wieder gleitfähig zu machen.

Beim Flossing kommt es zu enormem Druck auf die behandelten Körperstellen. Bei zusätzlicher Bewegung des geflossten Körperteils (durch den Patienten oder passiv durch den Therapeuten) wird das Gewebe entzerrt und Adhäsionen gelöst.

Der Effekt wird schmerzhaft verstärkt, wenn der Therapeut den geflossten Bereich zusätzlich mit den Händen verdreht (ähnlich dem Auswringen eines Handtuchs).

Was man beim Flossing beachten sollte

Flossing ist eine gute Methode bei belastungsabhängigen Schmerzen, zum Beispiel durch versteifte Gelenke und Überlastung. Für Trainer, Physiotherapeuten und Mediziner ist die Technik schnell zu erlernen. Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung sind:

  • das richtige Floss-Band
  • exaktes Anbringen

Daher sollte der Patient nicht selbst mit dem Floss-Band experimentieren: Wichtig ist, sich in die kundigen Hände eines erfahrenen Physiotherapeuten zu begeben.

Sowohl für den Therapeuten als auch für den Patienten kann die Therapie anfangs ungewohnt sein, für den Patienten auch unangenehm. Die Dauer von ein bis drei Minuten sollte daher nicht überschritten werden. Verspürt der Patient ein Kribbeln, ist das völlig in Ordnung. Das Flossing sollte aber abgebrochen werden, wenn

  • die Haut weiß wird,
  • die Stelle stark schmerzt,
  • die Extremität taub wird.

PINOFIT Flossband

Um unter Kompression aktiv oder passiv komplexere Bewegungen durchführen zu können, bedarf es eines geeigneten Materials. Das PINOFIT Flossband aus Naturlatex ermöglicht mehr Beweglichkeit, ohne dass es sich während der Übung löst. Dabei wird das PINOFIT Flossband um das zu behandelnde Gelenk und großflächig um den umgebenden Bereich in der Regel mit 50 % Dehnung und überlappend angelegt und festgesteckt. Während der Kompression wird die Struktur mobilisiert, passiv, assistiv und aktiv bewegt. Darauf folgt ein bandfreies Intervall. Die geeignete Anwendungsdauer der beiden Intervalle von je ca. 1-3 min ist vom Gewebestatus abhängig. Ausgehend von den physiologischen Bedingungen bestimmt der Therapeut die Anzahl der Wiederholung.

Vorteile des PINOFIT Flossbands:

  • Profi-Qualität in 1,5 mm Stärke
  • In drei verschiedenen Breiten erhältlich
  • Aus reinem Naturlatex (zu 99 % frei von Allergenen)
  • Medizinprodukt

Kontraindikationen: Wann man auf Flossing verzichten sollte

Es gibt Beschwerden, bei denen Flossing nicht angewendet werden darf:

  • Offene Wunden,
  • Hauterkrankungen,
  • Frakturen,
  • arterielle Verschlusskrankheiten bei Herzinsuffizienz (wie Thrombosen),
  • bakterielle Entzündungen

Bei folgenden Kontraindikationen sollte eine Behandlung mit Floss-Band nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen:

  • Osteoporose
  • Bandscheibenschäden
  • Einnahme von gerinnungshemmenden, blutverdünnenden Medikamenten (zum Beispiel Kopfschmerzmittel mit Acetylsalicylsäure)
  • Fibromyalgie
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Gelenkersatz
  • Tumorerkrankungen
  • Schwangerschaft