EGO Praxis für Physiotherapie und Massage

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Kompressionsbandagierung

Lokaler Druck zur Steigerung der Fließgeschwindigkeit

Bei der Kompressionsbandagierung wird ein elastischer Verband, eine Kompresse an Beine oder Arme angelegt. Sie wird oft mehrschichtig angelegt und unterstützt die Wirkung einer Lymphdrainage – bzw. hält ihr Ergebnis länger aufrecht. Die Kompressionsbandage wird ungefähr einen Tag und eine Nacht lang anbehalten.

Durch Entwicklung und Gewährleistung eines permanenten Druckes werden die venösen Beingefäße verengt. Dadurch steigert sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes. Der Rückfluss zum Herzen erhöht sich, Ödeme werden reduziert. Weitere erwünschte Effekte sind die Beschleunigung der Abheilung eventueller Wunden, das Vorbeugen gegenüber Rezidiven sowie Thrombosen und somit schließlich die Erhöhung der Lebensqualität des Patienten.

Einsatzgebiete

Eine Kompressionsbandagierung kommt bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern und pathologischen Zuständen zum Einsatz:

  • Chronisch-venöse Insuffizienz
  • Postthrombotisches Syndrom
  • primäres und sekundäres Lymphödem
  • primäre und sekundäre Varikosis
  • Thrombophlebitis
  • tiefe Beinvenenthrombose
  • Schwangerschaftsödeme
  • nach Varizenstripping oder – verödung
  • zyklisches und idiopathisches Ödem
  • Angiodysplasie

Darüber hinaus wird die Kompressionstherapie auch präventiv eingesetzt und zwar bei Erkrankungen, bei denen ein Thromboserisiko besteht sowie bei immobilen Patienten, bei denen sich Stauungszustände entwickeln, wie z. B. bei Paresen oder Teilparesen der Beine.

Therapeutische Wirkung

  • Ödemverdrängung

  • Verhinderung von Ödemzunahme

  • Unterstützung des Lymphtransportes

  • Besserer Rücktransport des venösen Blutes (Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit)

  • Verbesserung der Muskel- und Gelenkpumpe

  • Massageeffekt zur Lockerung von Gewebeverhärtungen

  • Stützfunktion/Schmerzlinderung

Kompression und Bewegung

Die Kompressionstherapie mindert den Umfang derjenigen blutleitenden Gefäße des Körpers, die unterhalb des Kompressionsverbands liegen. Auf physikalische Weise erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes, da dieses einen geringeren Raum zu passieren hat.

Entscheidend für die Fließgeschwindigkeit und somit für den Erfolg der Kompressionstherapie ist die Eigenbewegung des Körpers, denn die Anspannung der Muskulatur des Beines verstärkt den Blutfluss. Über diese Aspekte sollte der Patient umfassend aufgeklärt werden, unter anderem um ihn zu motivieren, sich bei angelegter Kompression zu bewegen. Bettlägerige Patienten können gymnastische Übungen auszuführen, wie Fußkreisen, Zehenballen oder Fußwippen.

Die Kompressionstherapie mindert sowohl Schmerzen als auch das Aufquellen von Gewebe und die Ausbildung von Ödemen. Als Merksatz gilt die so genannte 3-S, 3-L Regel, die besagt: "Sitzen und Stehen ist schlecht, lieber Laufen und Liegen".

Kontraindikationen

Einige Krankheitsbilder erfordern eine Anpassung der Kompressionstherapie, eine eingeschränkte Anwendung oder schließen sie gar aus.

Durchblutungssituation

Am Beginn der Kompressionstherapie steht die Klärung der Durchblutungssituation. Von der Art und dem Umfang einer möglichen arteriellen Störung hängt ab, ob und in welchem Umfang eine Kompression indiziert ist, denn diese kann eine bestehende Mangelversorgung des Gewebes verstärken. Kompression erhöht durch die Beschleunigung des Blutkreislaufs, insbesondere des herzwärtigen Rückflusses, die Belastung des Herzens. Eine bereits bestehende dekompensierte Rechtsherzinsuffizienz gilt daher als Ausschlusskriterium für die Anlage einer Kompression. Desgleichen der Myokardinfarkt oder Lungenödeme.

Nervenstörungen

Neuropathie mindert das Schmerzempfinden, daher ist bei der Kompressionstherapie bei Patienten mit einem solchen Krankheitsbild besondere Aufmerksamkeit gefordert. Idealerweise erzeugt ein Kompressionsverband keine Schnürfurchen und Druckstellen. Sollte sich aber unter einem Kompressionsverband doch eine unverhältnismäßige Einschnürung entwickeln, nehmen Patienten mit einer - beispielsweise durch Diabetes ausgelösten - Neuropathie, die Warnsignale, welche der Körper sendet, nicht wahr. Dies erfordert dann engmaschige Kontrollen.

Weitere Risikofaktoren

Weitere Risikofaktoren oder Ausschlusskriterien (Kontraindikationen) der Kompressionstherapie sind: Erysipel, nässende Dermatosen, Phlegmasia caerulea dolens, septische Phlebitis, schwere Sensibilitätsstörungen, Unverträglichkeit gegenüber dem Material.