EGO Praxis für Physiotherapie und Massage

Praxis für Physiotherapie und Massage

GF: Frau Natalia Romanova
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Montag - Freitag: 08:30 - 20:30 Uhr
Samstag: 09:00 - 15:00 Uhr

Wir sprechen Ihre Sprache: Deutsch, Englisch, Russisch,
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30 Min. 45 Min. 60 Min.
29,00 € 45,00 € 50,00 € auf Rezept

Manuelle Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine angenehme Entstauungstherapie, bei der durch sanfte Griffe, Druck- und Entspannungstechniken der Fluss der Lymphe im Körper angeregt wird.

Mit speziellen Handgriffen werden Schwellungen in Armen und Beinen gelindert. Es wirkt ein wenig wie Zauberei: Der Physiotherapeut streicht über die Hand, fährt den Arm entlang, kreist über den Ellenbogen, ganz sanft. Mit seinen Handgriffen will er die gestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe lösen. Vor allem als Teil eines umfassenden Therapiekonzeptes kommt die manuelle Lymphdrainage (MDL) häufig zum Einsatz.

Manuelle Lymphdrainage (MDL):
Auszug aus Heilmittel- Richtlinien nach SGB V

Definition:

Manuelle Massagetechnik nach Dr. Vodder mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen.

Therapeutische Wirkung:

  • Abflussförderung der interstitiellen Flüssigkeit über Lymph- und Venengefäßsystem sowie Gewebsspalten.
  • Steigerung der Lymphangiomotorik.
  • Lockerung fibrosklerotischen Bindegewebes.
  • Hebung des Parasympathicotonus.

Therapieziel:

  • Entstauung mit Schmerzreduktion

Manuelle Lymphdrainage: Angebote bei EGO

Ödem Therapie

Spezielle Handgriffe bewirken, dass die Flüssigkeiten aus dem Gewebe abtransportiert werden, um so lymphatische Blockaden zu vermeiden, die oft schmerzhaften Ödeme verursachen

K. Entstauungstherapie

Für eine durchgreifende Entstauung hat sich eine Kombination verschiedener Maßnahmen der Physiotherapie als wirksam erwiesen. Diese besteht aus 4 Komponenten.

Kompression Bandage

Hierbei wird nach Lymphdrainage ein elastischer Verband, eine Kompresse oder ein Kompressionsstrumpf an Beine oder Arme angelegt. Dadurch können die Ödeme reduziert werden.

Das Prinzip der Lymphdrainage

Schon im 16. Jahrhundert spekulierten Ärzte und Wissenschaftler: Neben dem Blutkreislauf müsse es noch ein zweites Gefäßnetz geben, das die Körperzellen versorgt und reinigt. Sie behielten Recht. Die Lymphflüssigkeit fließt auf verzweigten Lymphbahnen durch den menschlichen Körper, transportiert so Nährstoffe und Fette zu den Zellen und nimmt dabei auch gleich Viren, Keime, Zellabfälle und Schadstoffe mit.

Um die Lymphe von ihrer gefährlichen Fracht zu reinigen, sind auf den Lymphbahnen immer wieder Filterstationen eingeschaltet, die s.g. Lymphknoten. Diese haben in etwa die Größe von kleinen Kidneybohnen und sitzen meist traubenförmig in der Nähe von Venen, im Bereich der Achselhöhen, Ellbogen, Knie, Lende, Brust und des Halses. In den Lymphknoten sitzen weiße Blutkörperchen und keimtötende Zellen, die das Blut reinigen. Bei einer Krankheit vermehren sich die weißen Blutkörperchen, was die Lymphknoten anschwellen lässt.

Lymphdrainage: Lymphe und Lymphknoten

Die Lymphe verfügt über keine eigene Pumpe, sondern ist an den Druck des Blutsystems gekoppelt. Daher dauert es manchmal ein wenig, bis die Schadstoffe im Blut abtransportiert werden. Mit einer manuellen Lymphdrainage kann dieser Prozess beschleunigt werden. Dabei wird von außen mit streichenden kreisenden Bewegungen der Fluss der Lymphe angeregt.

Dieses Prinzip der Lymphdrainage entdeckte in den 1930er Jahren der dänische Physiotherapeut Emil Vodder. Ihm war aufgefallen, dass Patienten mit chronischen Erkältungskrankheiten oft vergrößerte Lymphknoten aufwiesen. Als er bei einigen Patienten begann, die Lymphknoten sanft zu massieren (Lymphdrainage), wurden diese bald gesund. Heute ist die Lymphdrainage eine Behandlungstechnik, die sowohl im medizinischen als auch im kosmetischen Bereich eingesetzt wird.

Anwendung der manuellen Lymphdrainage

Schon lange bevor die Lymphdrainage im medizinischen Bereich eingesetzt wurde, war sie in der dermatologischen Kosmetik eine gängige Behandlungsmethode. Dort wird die Lymphdrainage in erster Linie im Gesicht, zur Behandlung von Akne und Narben oder zur Vor- und Nachbehandlung von Operationen eingesetzt.

Besonders bei operativen Eingriffen im Brustbereich kann durch vorherige Lymphdrainage die Narbenbildung reduziert werden. Durch den tiefen Schnitt bei einer Operation können feine Lymphgefäße und Lymphknoten zerstört werden. Das führt dazu, dass das Gewebewasser nicht mehr abtransportiert werden kann, sich staut und anschwillt und so auf die frische Naht drückt. Das verlangsamt nicht nur die Wundheilung, sondern kann auch hässliche Narben und Verwachsungen zur Folge haben.

Außerdem stärkt die Massage der Lymphknoten bei einer Lymphdrainage allgemein das Immunsystem, baut Stress ab und beugt Allergien und Wassereinlagerungen vor.

In der Medizin ist die Lymphdrainage seit etwa 40 Jahren anerkannt und wird auch von den meisten Krankenkassen übernommen. Hier wird Lymphdrainage in erster Linie zur Behandlung von Lymphödemen eingesetzt. Diese Schwellung des Gewebes entsteht durch Einlagerung von Gefäßflüssigkeit und kann durch vorsichtige Massage gelindert werden.

Generell eignet sich die Lymphdrainage in erster Linie für Beschwerden, die mit Schwellungen und Stauungen einhergehen wie beispielsweise bei Verstauchungen, Zerrungen, Blutergüssen, Knochenbrüchen und Ödemen bei rheumatischen Erkrankungen. Auch bei Migräne und anderen neurovegetativen Syndromen kann die sanfte Massage der Lymphknoten den Schmerz lindern.

Kontraindikationen der Lymphdrainage

Auf keinen Fall darf die Lymphdrainage jedoch bei akuten Infekten angewandt werden, da sich dadurch die Bakterien im Körper noch schneller verteilen können. Auch bei akuten Ekzemen, Asthma, Herzinsuffizienz, Krebserkrankungen und Thrombosen ist von der Behandlung abzuraten.