Funktionstraining

20 Min
20,00 €
30 Min
25,00 €

Funktionstraining

Training für Gelenke und Haltungsapparat

Funktionstraining eignet sich besonders für Sie, wenn Sie die Funktionen einzelner Körperteile erhalten und verbessern wollen. Die Funktionstrainingstherapie ist eine erfolgreiche Bewegungstherapie für Rheumakranke, bei Arthrose und entzündeten Gelenken. Ziel ist, Ihre Muskel-, Gelenk- und Wirbelsäulenfunktionen zu erhalten und Ihre Beweglichkeit zu verbessern. Schmerzen werden gelindert, Ihr allgemeines Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit werden verbessert.

Durch das regelmäßige Training lernen Sie, sich selbst zu helfen. Die Fortschritte motivieren Sie, auch nach Abschluss des Funktionstrainings eigenständig weiterzumachen.

Eckdaten zum Funktionstraining Funktionstraining = RückengymnastikFragen und Antworten zum Funktionstraining

Eckdaten zum Funktionstraining

  • Dauer:

    im Regelfall 12 Monate, 2x Woche

  • Durchführung:

    Funktionelle Bewegungstherapie mit Mitteln der Krankengymnastik und/oder Ergotherapie, um gezielt auf bestimmte körperliche Strukturen wie Muskeln, Gelenke usw. einzuwirken.

  • Für wen?

    Vorrangig für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen (Arthrose, Gelenkbeschwerden)

  • Ziel:

    Erhalt und die Verbesserung von Funktionen einzelner Körperteile, Verbessern von Funktionsstörungen, Hinauszögern von Funktionsverlusten, Schmerzlinderung, Bewegungsverbesserung

Funktionstraining = Rückengymnastik

Im orthopädischen Bereich liegt ein großer Teil der Ursachen für Krankheiten und Beschwerden in einer pathologisch veränderten Muskulatur. Hierzu gehören Abschwächung der Muskelkraft,
falsche Kräfteverteilung zwischen einzelnen sich gegenseitig beeinflussenden Muskelgruppen, wie auch fehlende Elastizität und Dehnbarkeit einer Muskelgruppe.
Alle diese Faktoren beeinflussen Stabilität und Funktion der Wirbelsäule und Gelenke negativ. Wesentlicher Aspekt des Funktionstrainings ist es also, die gestörte Muskelfunktion wieder zu normalisieren.

Hierzu gehört:

  • Wiederherstellung der Dehnbarkeit und Elastizität eines Muskels bzw. einer Muskelgruppe
  • Wiederherstellung einer physiologischen Kräftebalance zwischen den Muskelgruppen
  • Kräftigung der abgeschwächten Muskeln
  • Verbesserung der Inter- und Intramuskulären Koordination

Zur Vorbeugung und Unterstützung dient die richtige körperliche Bewegung – und dies möglichst unter geschulter Anleitung. Geeignet sind spezielle sportliche Aktivitäten, die Muskeln und Knochen beanspruchen.
Für Menschen mit Rückenbeschwerden eignen sich besonders leichte sportliche Betätigungen und spezielle Gymnastik. Durch Erlernen von gezielten Bewegungen wird der Erhalt der Muskulatur,
der Kraft und der Beweglichkeit gefördert. Durch Training, Kräftigung und Dehnung der entsprechenden Muskelpartien wird eine Verbesserung des Körpergefühls,
der Balance und Koordination sowie die Steigerung des Wohlbefindens erreicht.

Ziel ist die Erhaltung der Beweglichkeit bis ins hohe Alter.

Ein Effekt ist es, der Osteoporose entgegenzuwirken. Ein weiterer für alle, die nicht mehr so jung sind: durch regelmäßiges Üben und Trainieren bauen sich Kraft und Muskeln auf, Koordinations- und Gleichgewichtstraining wirken sich positiv auf die Bewegungen im Alltag aus.Sie erlernen Balance, Dehnung, Beweglichkeit und kräftigende Übungen.

Bei älteren Menschen verbessert sich die Koordination und Gleichgewichtssinn. Dadurch vermindert sich die Gefahr eines Sturzes – und damit das Risiko eines Bruches. Und daher sind Balance- und Koordinationstraining, Gleichgewichts- und Gangschulung von besonderer Bedeutung.

Was ist Funktionstraining?

Funktionstraining umfasst bewegungstherapeutische Übungen, die unter Anleitung qualifizierter und speziell ausgebildeter Physiotherapeuten im Rahmen regelmäßiger Übungsveranstaltungen durchgeführt werden. F
unktionstraining nutzt besonders die Mittel der Krankengymnastik und/oder der Ergotherapie, um gezielt auf bestimmte körperliche Strukturen wie Muskeln, Gelenke usw. einzuwirken.

Ziel ist, durch regelmäßiges Training wichtige Funktionen zu erhalten, Funktionsstörungen zu verbessern oder zu beseitigen, sowie Funktionsverluste einzelner Körperteile oder Organsysteme hinauszuzögern.
Zusätzlich zielt das Funktionstraining darauf ab, die Bewegung zu verbessern, die Ausdauer und Kraft zu stärken, die Koordination und Flexibilität zu verbessern und eine Schmerzlinderung zu erreichen.
Durch das Funktionstraining soll die eigene Verantwortung des Teilnehmers für seine Gesundheit gestärkt werden und ihn zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining motivieren.

Die Erfahrung zeigt, dass durch eine langfristig angelegte und aktiv ausgerichtete Betreuung eine deutliche Verbesserung der Beschwerde zu erzielen ist.

Was beinhaltet Funktionstraining?

Funktionstraining umfasst eine 30-minütige Gymnastik, die unter qualifizierter Anleitung durchgeführt wird. Die Häufigkeit liegt in der Regel bei 1-2 pro Woche, wird aber von Ihrem Arzt bestimmt.

Grundsätzlich ist die Verordnung von Funktionstraining zeitlich begrenzt. Der Richtwert sieht einen Zeitraum von 12 Monaten vor. Da es sich hierbei allerdings nur um Richtwerte handelt, hat Ihr Arzt die Möglichkeit,
das Funktionstraining so zu verordnen, wie es für Sie sinnvoll ist. Somit kann Ihr Arzt bei bestimmten Voraussetzungen oder bei speziellen Erkrankungen auch einen längeren Zeitraum verordnen (z.B. 18 statt 12 Monate).

Bitte beachten Sie: Funktionstraining ist kein Therapie- Ersatz!

Funktionstraining ist keine Physiotherapie oder Krankengymnastik und ersetzt auch keine Einzeltherapie. Es handelt sich um eine ergänzende Maßnahme, um eine Therapie zu vermeiden oder zu reduzieren.

Wer kann wie das Funktionstraining nutzen?

Im Grunde kann jeder gesetzlich Versicherte, falls eine entsprechende Erkrankung bzw. Diagnose vorhanden ist, Funktionstraining nutzen. Also vom Kind bis zum Senior.
Seit Inkrafttreten des SGB IX zum 1. Januar 2001 besteht ein Rechtsanspruch auf Kostenübernahme für das Funktionstraining.

Ob für Sie ein Funktionstraining in Frage kommen könnte, besprechen Sie am bestem mit Ihrem Hausarzt oder Facharzt.
Der Antrag (Vordruck 56) wird von Ihrem Arzt ausgefüllt. Diesen müssen Sie dann zur Genehmigung Ihrer Krankenkasse vorlegen.

Nachdem Sie die Genehmigung erhalten haben, können Sie die verordnete Leistung in unserer Praxis nutzen. Über die normale Funktionstraining- Verordnung hinaus haben Sie die Möglichkeit, unser erweitertes Programm
in Anspruch zu nehmen. Wir beraten Sie gerne.

Bei welchen Erkrankungen / welchen Diagnosen kommt Funktionstraining in Frage?

Funktionstraining kann grundsätzlich bei jeder Beeinträchtigung von körperlichen Funktionen (wie z.B. bei Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparate, Gelenkbeschwerden, Osteoporose u.a.)
in Betracht kommen. Seinen Ursprung hat das Funktionstraining aufgrund rheumatischer Erkrankungen. Er richtet sich somit an alle, die aufgrund einer Erkrankung Probleme haben,
ihren Alltag zu bewältigen bzw. die als Folge einer Erkrankung eine Behinderung erlitten haben oder von einer Behinderung bedroht sind.

Kann ich auch mit akuten Beschwerden am Funktionstraining teilnehmen?

Nein! Das Funktionstraining dient in der Regel nicht als Alternative zu einer Heilmittelverordnung wie Krankengymnastik oder Physiotherapie, sondern als Ergänzung dazu. Es ist kein Therapie- Ersatz,
sondern es handelt sich um eine Maßnahme, die eine Therapie vermeiden, reduzieren oder unterstützen sollen!

Ausgenommen davon sind allerdings Patienten mit chronischen Beschwerden, die langfristig ihre Stützmuskulatur aufbauen müssen.

Wie kann ich am Funktionstraining teilnehmen?
  1. Arztbesuch:

    Ob für Sie ein Funktionstraining in Frage kommen könnte, besprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt oder Facharzt. Funktionstraining kann von jedem Arzt verordnet werden.
    Diese Verordnung nach §44 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX unterliegt nicht der Heilmittelverordnung und somit budgetneutral für den Arzt.

  2. Antrag auf Funktionstraining:

    Sie benötigen einen Antrag auf Kostenübernahme für Funktionstraining (Formular 56), den Sie entweder direkt von Ihrem Arzt oder in Ihrer Krankenkasse erhalten können.
    Ihr Arzt füllt einen Teil des Antrags für Sie aus.

  3. Genehmigung und Kosten:

    Den ausgefüllten Antrag schicken oder bringen Sie dann zu Ihrer Krankenkasse. Diese prüft, ob der Antrag genehmigt werden kann. Die Bewilligung des Funktionstrainings erfolgt in den meisten Fällen
    komplikationslos und zeitnah. Nach Bewilligung des Antrages ist die Kostenübernahme durch den Kostenträger gesichert, somit ist die Verordnung für Sie als Versicherter beitragsfrei.

  4. Terminvereinbarung:

    Nach Erhalt der Genehmigung können Sie sich telefonisch oder besser noch persönlich an uns wenden. Wir informieren Sie ausführlich über Inhalt, Ablauf und Organisation des Funktionstrainings in
    unserer Praxis und vereinbaren gemeinsam Ihre Termine.

  5. Das erste Trainingstermin:

    Zum ersten Termin bringen Sie bitte den vollständig ausgefüllten und genehmigten Antrag auf Kostenübernahme, sowie Sportschuhe, sportgerechte bequeme Kleidung und ein Handtuch mit.